Bildende Kunst Veranstaltungen 2000 + 2001 am Institut fuer KunstForschung ... Dokumentation der Projekte ...

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Kuenstler Park Plaetze
R G B Web Site Projekt
Function Follows Form Teil 2
KunstRaum + LehrBar


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KuenstlerParkPlaetze ... Oktober 01 am Institut fuer KunstForschung eingerichtet ...
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vor dem Institut fuer KunstForschung sind 8 Parkplaetze fuer die Kuenstler DUCHAMP _ MONDRIAN _ CEZANNE _ WARHOL _ BRANCUSI _ MANZONI _ REINHARDT _ KANDINSKY ausgeschildert, denen besondere Positionen in der kunstgeschichtlichen Abwicklung der Moderne zugesprochen wurden.
Auf dem Gelaende Fuldablick definiert Kunst die Schnittstelle zwischen oeffentlichem Raum und privatem Boden. Am 30. 09. 01 wurde die Installation KuenstlerParkPlaetze mit einer Rede von Prof. S. K. Lang (Braunschweig) vor dem Institut eingeweiht.
Im KunstRaum der Forschung ist die Ausstellung Kuenstler_Kenn_Zeichen zu sehen. Es wird ein Multiple fuer Freunde der Kunst angeboten - damit auch Sie Ihrem LieblingsKuenstler der Moderne einen Platz reservieren koennen / DM: 20,--

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Web-Site-Projekt / global - regional _I_n_t_e_r_n_e_t_ Seit Oktober 01 laufen die Vorbereitungen fuer ein neues Projekt, das mit Vortraegen + einer Ausstellung im KunstRaum abgeschlossen werden wird.
Arbeitstitel: ... Who is afraid of RED GREEN and BLUE ? (...)
Interessant erscheint uns hierbei der Zusammenhang zwischen dem Welt-Weiten-Web und den Regionalen-Plattformen . Wir werden eine scrollheimische Plattform im Sueden NiederSachsens installieren. Fuer weitere Informationen gehen Sie bitte direkt auf die Site ... www.red-green-blue.KunstForschung.de ...

Eine Veranstaltungsreihe in bezug auf das Internet: global - lokal:
A. Globale Recherche der Internet-Seiten von Kuenstlern und/oder in bezug auf bildende Kunst bzw. deren Vermittlung.
B. 49 Internet-Seiten sollen aus dieser Recherche hervorgehen und diskutiert werden.
C. 21 aus 49 Internet-Seiten werden ausgesucht vorgestellt und zum begruendeten Voting ins Internet gestellt, bzw. regional diskutiert.
D. 7 aus 21 aus 49 werden dann letztendlich nominiert und an Kuenstler / Theoretiker adressiert.
C. 7 Theoretiker / Kuenstler oder andere Personen nehmen jeweils eine dieser Seiten zum Anlass darueber im besonderen zu kritisieren, zu reflektieren oder allgemein zu philosophieren, zu sprechen. Dies geschieht lokal im Institut fuer KunstForschung, es wird aber gleichzeitig global im Internet abrufbar sein.

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Zur Konzeption: Im Internet (als hoffnungsbeladenes Parademedium) wird nach 49 Kuenstler gesucht, die im Sinne von bildender Kunst reflexiv, aggressiv, ironisch oder wie auch immer mit dem Medium umgehen. Aus diesen weiten Vorgaben heraus werden ueber mehrere Wochen hinweg - unterstuetzt durch lokales / im Institut fuer KunstForschung und globales Voting / im Internet - sieben Kuenstler ermittelt, die dann in einer Vortrags/Diskussionsreihe von jeweils einem Theoretiker oder Kuenstler analysiert oder besprochen werden. Texte, Materialen, Bilder etc. werden im global / lokal praesentiert.

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Function Follows Form, Teil 2 ... Oktober, November 00 Kunstvortrag in der LehrBar zur Vernissage im KunstRaum Institut fuer KunstForschung
In Praesentation: eine Installation von KF Horn (Hamburg) In Performance: eine TheoriePoesiePerformance von Dr. Hartmut Soergel (Berlin) In Form: (...) im Sinne der appropriation-art funktionalisiert der Kuenstler die Form: hier 16 Plakate. Mit Hilfe von Klammern und einer Stellage - besetzt er die Bildwelt des Konsums. Nachdem mit Function Follows Form Teil 1 ein kuenstlerisches Arbeits/Sammel/Ablage-Moebel vorstellt wurde, geraet nun die Figur des Kuenstlers selbst in den Fokus unserer Betrachtung. In Folge: Ueber die Behauptung Duchamps hinaus, dass es die Betrachter seien, die die Bilder machen, werden heute quasikuenstlerische Anforderungen an das Publikum selbst gestellt. Sie muessen sich entscheiden, wie Sie zu dem stehen, was Ihnen praesentiert wird: Ob Sie ein Objekt, wie ein Werbeplakat mit einer idealtypisch fotografierten Frucht, im Kunstzusammenhang annehmen koennen oder verwerfen muessen, z. B. weil Ihnen gemalte Stilleben lieber sind.
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Ob Sie die Ankuendigungsform eines Sonderangebots von Frischware in ihr Gegenteil verkehren koennen oder in die Bildfalle tappen. Wird die Differenz zwischen Signifikat (bezeichnetes Objekt) und Signifikant (bezeichnendes Bild) beruecksichtigt, loest sich die Realitaet eines Genuss versprechenden Objektes auf, an dem so gerne festgehalten wird. In diesem Kunstspiel gibt es keinen eindeutigen Trumpf mehr. Der Kuenstler legt zwar die Regeln fest, aber er spielt mit einem Unbekannten. Der Betrachter muss sich auf die vorgegebenen Regeln einlassen. Er kann beobachten, was strukturell angelegt ist, um die Bilder nicht nur als "Besitz" zu vereinnahmen. So habe ich als Betrachter die Chance, mir ein eigenes Bild von der kuenstlerischen Situation zu machen. In Funktion: Welche Folgen hat das fuer den Kuenstler? Ist er nur ein zum Anblicken animierender Verfuehrer - ein Prototyp, an dem sich die Phantasien vom schoepferischen Individuum heften. Was / Wer macht den Kuenstler aus, wenn das Setting einer Ausstellung, derart durchschaut ist. Und - wenn es vorallem auf die moeglichst zahlreichen Betrachter und Betrachterinnen ankaeme, die der Produktion ihren ShowWert zumessen? Mit Systemtheorie (Luhmann) kann ja erneut behauptet werden, dass die Kommunikation ueber Kunst den Objekten nicht nur ihre Bedeutung zuschreibt, sondern sie geradezu als sogennannte "Kunstwerke" enstehen laesst (Lingner). Mit der Fragestellung von Marcel Duchamp "Kann ein Kuenstler Werke machen, die keine Kunst sind" (1914) koennen wir uns heute die Fragen neu stellen, z. B.: "Kann ein Wissenschaftler etwas anderes machen, als in seinem abgesteckten Feld zu forschen?" oder: "Kann ein Beamter etwas anderes tun, als das was in seinem Verwaltungsapparat vorgesehen ist?" oder: "Kann ein Angestellter, ein Arbeiter etwas anderes tun als das, was er einmal erlernt hat?"

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Eroeffnung von KunstRaum + LehrBar ... August, September 00 Institut fuer KunstForschung ...
Das Motto des Projektes lautet: FUNCTION FOLLOWS FORM Sie sehen ein Moebel als Ausstellungsobjekt zertifizierter Kunst Sie hoeren einen KunstVortrag von Prof. Siegfried K. Lang, Hochschule fuer bildende Kuenste Braunschweig Sichern Sie sich einen signierten / zertifizierten KunstKlinker des Instituts fuer 10 DM als KlubKarte Werden Sie Sponsor der KunstForschung Muenden
FUNCTION FOLLOWS FORM ___ Die Umdrehung des Satzes: "form follows function", der einst fuer gelungenes Design stand, ist der Leitfaden der 1. Ausstellungs- und Theorie-Reihe des Instituts fuer KunstForschung. Um FUNCTION FOLLOWS FORM sollen sich eine Folge von Vortraegen, Performances, Bildern und Kunstpraesentationen ranken, die Anlass zur Theoriebildung heutiger Kunst geben.
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FUNCTION OF ART ___ 1969 versuchte Joseph Kosuth klarzustellen, dass Aesthetik und Kunst voneinander getrennt gesehen werden muessten und alle Kunst nur konzeptuell bestand habe. Mit dieser sprachanalytischen Position ist es die Funktion der Kunst, im Kunstkontext Kommentare zur Kunst zu liefern. Kann diese theoretische Einsicht noch heute etwas ueber die "Lebensfaehigkeit" von Kunst aussagen? Kann Kosuths These bestaetigt werden, dass "Kunst moeglicherweise ein Unterfangen ist, das befriedigt, was ein anderes Zeitalter vielleicht "die geistigen Beduerfnisse des Menschen" nannte"? FOLLOW ME ___ Die Beruehrungspunkte zwischen dem Projekt Institut fuer KunstForschung und der Stadt Hann. Muenden liegen vorallem im Versuch des Imagewandels: von "Fachwerk" zu "KunstWerk&FachVerstand". Dem liegt vielleicht die Illusion zu Grunde durch Kunst einen Wandel in der Gesellschaft bewirken zu koennen. Zumindest kann man hoffen, dass durch die Ansiedlung von Kuenstlern und die Unterstuetzung von Kunstprojekten das Gesicht einer Region veraendert wird und ein Marketingeffekt zu erzielen ist. Eine gesteigerte kulturelle Attraktivitaet wird fuer die ansaessigen Unternehmen werbewirksam sein, denn niveauvolle Unterhaltung zieht ein kunstinteressiertes Publikum aus anderen Staedten an. FORM FOLLOWS FICTION ___ Die Gruendungsidee des Institut fuer KunstForschung ist die Untersuchung des Zusammenhangs und die Foerderung des Diskurses von Kunst&Theorie&Bildung. Die Forschungsprojekte erstrecken sich von der computatorischen Erstellung von KunstBildungsClips ueber die Re-Lektuere von Kuenstlertheorien bis hin zur wissenschaftlichen Untersuchungen zu Fragen der Institutionalisierung von Kunst. Die Publikationsorgane des Institut fuer KunstForschung werden die klassische Publikationsform als Buch und Katalog, wie ein im Internet zu etablierendes KunstFernsehen aus der LehrBar umfassen. Die LehrBar und der KunstRaum sind die beiden Orte des Hauses in denen Kunst praesentiert, Theorie vorgetragen und darueber hinaus mit allen Gaesten gefeiert werden soll. Eine Liste der Kuenstler, Referenten und Gaeste (...) auf Anfrage. Vielleicht haben Sie Lust an unseren Projekten auf Ihre Art mitzuwirken. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und machen Sie eigene Vorschlaege im weiten Zusammenhang von Kunst, Kultur, Theorie und Bildung. Wenn Sie Sponsor der KunstForschung Muenden werden wollen, besteht fuer Sie die Moeglichkeit, eines der an anderer Stelle benannten KunstMoebel mit zertifizierten Kunstgegenstaenden fuer DM 7000,-- zu erwerben.

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